Schulprogramm

von-Zumbusch-Hauptschule Herzebrock-Clarholz

3. Unterricht

Die Hauptschule umfasst die Sekundarstufe I mit den Jahrgangsstufen 5 - 10. Folgende Fächer bzw. Lernbereiche werden unterrichtet:

  • Deutsch
  • Gesellschaftslehre (Geschichte/Politik, Erdkunde)
  • Mathematik
  • Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie)
  • Englisch
  • Arbeitslehre (Technik, Wirtschaft, Hauswirtschaft)
  • Musik/Kunst/Textilgestaltung
  • Religionslehre
  • Sport

    Ein besonderer Schwerpunkt unserer Hauptschule liegt im Bereich Arbeitslehre (siehe 4).

    Minimalpläne für die jeweiligen Fächer wurden erarbeitet und werden einer ständigen Prüfung unterzogen. Die Stundentafel, aufgelistet nach Jahrgängen. ist als Anlage beigefügt.

    3.1 Unterrichtsprinzipien

    Unsere Arbeit in der Hauptschule beruht auf den vier Lehr- und Lernprinzipien:
  • Erfahrungsorientierung
  • Wissenschaftsorientierung
  • Handlungsorientierung
  • Gegenwarts- und Zukunftsorientierung

    Dabei lautet unser wichtigstes Ziel: Jedes Kind soll entsprechend seiner Begabung und Entwicklung gefördert werden. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Schüler/innen je nach Begabung und Entwicklung unterschiedliche Lernangebote erhalten. Darum bemühen wir uns, indem wir vorrangig lebensnahe Unterrichtsinhalte anbieten und diese durch verschiedene Unterrichtsmethoden, durch Theorie und Praxis vermitteln.

    Eigentätigkeit, praktische Arbeiten und Projektarbeit sind dabei von großer Bedeutung. Das Lernen außerhalb der Schule, die Beteiligung außerschulischer Einrichtungen, die Probierwerkstatt, verschiedene Betriebserkundungen, Betriebspraktika sowie die Berufswahlvorbereitung sind wichtige Säulen der Arbeit unserer Schule.

    3.2 Erprobungsstufe (Jahrgangsstufe 5 - 6)

    Die Klassen 5 und 6 bilden eine pädagogische Einheit, die sogenannte Erprobungsstufe.Die Klassenlehrer/innen unterrichten in diesen zwei Schuljahren möglichst viele Fächer, um so die Fähigkeiten eines Kindes besser erkennen und fördern zu können. Der Unterricht wird vollständig im Klassenverband erteilt. So behalten die Kinder ihre „Bezugsperson", wie sie es aus ihrer Grundschulzeit gewöhnt sind. Gleichzeitig setzen gezielte Fördermaßnahmen z.B. für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens, der Rechtschreibung bzw. der Mathematik ein.

    Seit dem Schuljahr 1999/2000 wird bei einer ausreichenden Anzahl von Anmeldungen eine der neuen 5er-Klassen als Musikklasse eingerichtet. Jede Schülerin und jeder Schüler dieser Klasse erhält die Gelegenheit, innerhalb der ersten beiden Jahre im Rahmen des Musikunterrichts zwei Stunden pro Woche ein Instrument zu erlernen. Hinzu kommt noch eine dritte Musikstunde, in der die Schüler/innen nach Instrumentengruppen getrennt von Instrumentallehrer/innen Unterricht erhalten. Der Elternbeitrag für die Leihgebühr und die Bezahlung der nicht zur Schule gehörenden Instrumentallehrer/innen beträgt zur Zeit 15,00 € pro Monat. Die Trägerschaft für dieses Projekt hat der Förderverein übernommen.

    Nach folgendem Organisationsmodell wird in der Erprobungsstufe gearbeitet:

    3.2.1 Grundprinzipien

  • zwei Klassenlehrer/innen pro Klasse
  • übergreifende pädagogische und inhaltliche Zusammenarbeit der Lehrer/innen der Parallelklassen (Jahrgangstufenkonferenzen)
    - einheitliche Grundregeln
    - Austausch von Unterrichtsmaterialien
    - Absprachen von Bewertungsmaßstäben
    - evtl. parallele Klassenarbeiten (=>Differenzierung Englisch/Mathematik ab Klasse 7)
  • Klassenkonferenzen (zwecks Förderung der kollegialen Zusammenarbeit, Erfahrungsaustausch ...)

    3.2.2 Aktivitäten vor Beginn des 5. Schuljahres

  • nach Möglichkeit Hospitationsbesuch in der Grundschule
  • Treffen mit Grundschullehrer/innen nach erfolgter Klasseneinteilung (Information über besondere soziale oder gesundheitliche Probleme, Arbeitstechniken in der Grundschule, Unterrichtsmethoden, Projekte ...)
  • Einladung zu einem Kennenlernnachmittag durch die Klassenlehrer/in
  • Brief der Klassenlehrer/innen an die Eltern mit einer Einladung zum ersten Schultag zusammen mit einer Materialliste

    3.2.3 Schwerpunkte in den ersten Schulwochen

  • „Einschulung“ am zweiten Schultag nach den Sommerferien mit Begrüßungsprogramm, zwei Stunden beim Klassenlehrer, Schulführung für die Eltern und Vorstellen des Schulfördervereins, anschließend ökumenischer Gottesdienst
  • Einüben von Grundfertigkeiten, Verhaltensregeln, Konzentrations- und Stilleübungen, Miteinanderumgehen ...
  • Projekte zum Kennenlernen
  • Erarbeitung unserer Regeln
  • Gestaltung des Klassenraums

    3.3 Differenzierung: Jahrgangsstufen 7 -9

    Entsprechend dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schüler/innen wird ab Klasse 7 der Unterricht in den Fächern Mathematik und Englisch in Kursen mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen, einem Grund- (G-Kurs) und einem Erweiterungskurs (E-Kurs), erteilt.

    In den Klassen 9 und 10 B werden zwei bzw. drei Stunden Verstärkungsunterricht in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch erteilt, um die Kenntnisse der Schüler/innen zu vertiefen bzw. zu erweitern.

    In den Klassen 7 bis 10 wird ein zweistündiger Wahlpflichtunterricht angeboten, der in den Jahrgängen 7 und 8 den besonderen Neigungen der Schüler/innen entspricht und von ihnen gemäß ihrer Interessen gewählt werden kann. Dabei wird in den Jahrgängen 7 und 8 auf die Einführung in die Arbeit mit dem PC besonderer Wert gelegt. Jede Schülerin und jeder Schüler nimmt mindestens an einem Informatikkurs teil. In der Jahrgangsstufe 8 wird in Zusammenarbeit mit einem Zeitungsverlag das Projekt „Zeitung“ durchgeführt.

    Der Wahlpflichtunterricht in den Klassen 9 und 10 enthält Themen aus den Bereichen der Arbeitslehre und Naturwissenschaften. Auch hier soll weitgehend projekt- und handlungsorientiert gearbeitet werden.

    In den Klassen 8 bis 10 kann aus den Fächern Kunst, Musik oder Textilgestaltung ein Fach nach eigener Interessenlage gewählt werden.

    3.4 Differenzierung Jahrgangsstufe 10

    Die Jahrgangsstufe 10 wird in zwei unterschiedlichen Schwerpunkten, Anspruchsniveaus und Abschlüssen angeboten.

    In Typ A sind Deutsch, Mathematik, die Naturwissenschaften und die Bereiche aus dem Fach Arbeitslehre Hauptfächer. Die Schüler/innen erhalten hier die Möglichkeit, besonders ihre praktischen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Ein zweites Betriebspraktikum bereitet auf das Berufsleben vor.

    Die Klasse 10 Typ B führt nach erfolgreicher Beendigung zur Fachoberschulreife. In dieser Klasse mit hohem Leistungsanspruch sind deshalb Deutsch, Mathematik und Englisch Hauptfächer. Die Fachoberschulreife mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe ist hier erreichbar.

    3.5 Verkehrserziehung

    Die Verkehrserziehung ist kein eigenständiges Unterrichtsfach, sondern wird fachübergreifend oder fachintegriert unterrichtet. Unser Ziel ist es, dass Schüler/innen sich auch über ihren Schulweg hinaus sicher im Verkehr bewegen können, um Schäden für sich selbst und andere zu vermeiden. Mit zunehmendem Lebensalter tritt an die Stelle der bisherigen Verkehrserziehung (Kennen der Regeln) immer mehr die Auseinandersetzung mit Verkehr und Mobilität. An unserer Schule koordiniert und überwacht der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin die Durchführung der Verkehrserziehung. Ein Archiv an Unterrichtsmedien ist im Aufbau.

    Seit vielen Jahren bieten wir als Arbeitsgemeinschaft mit Unterstützung der Kreispolizei halbjährlich einen Mofakurs zum Erwerb der Prüfbescheinigung an. Im Wahlpflichtunterricht können Schüler/innen sich im Bereich Arbeitslehre/Technik für die Fahrradwerkstatt entscheiden.

    3.6 Ergänzungsangebote

    Die Förderkonzepte unserer Schule zielen auf einzelne Jahrgänge. Der Förderunterricht für den 5. Jahrgang dient hauptsächlich der Aufarbeitung von Leistungsdefiziten in den Fächern Deutsch und Mathematik.

    Spätausgesiedelte und ausländische Schüler/innen werden bei Bedarf im Erlernen der deutschen Sprache in Kleingruppen gefördert.

    Spätaussiedler/innen aus Russland haben zudem die Möglichkeit, am Russischunterricht anstelle des Pflichtfaches Englisch teilzunehmen.

    Nachmittags werden freiwillige Arbeitsgemeinschaften im Rahmen des Erweiterten Bildungsangebotes durchgeführt: Computerkurs, Volleyball, Blechblasinstrumente, Schulband, Kanu, Mofakurs, Hauswirtschaft u.a.

    3.7 Leistungsbewertung

    In den Hauptfächern Deutsch, Englisch und Mathematik werden die Lehrpläne aller Jahrgänge durch klare Leistungsanforderungen konkretisiert. Durch Vergleichsarbeiten innerhalb der Schule und mit Nachbarschulen sollen Qualitätsstandards gesichert und weiterentwickelt werden.

    Die Lehrer/innen der Parallelklassen bzw. der parallelen Fachleistungsgruppen in Englisch und Mathematik befinden sich in einem Dialog über die anzulegenden Maßstäbe. Solide Grundkenntnisse zur Berufsreife werden allen Schulabgängern vermittelt. Grundlage hierfür sind die in dem Ausbildungskonsens zwischen Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung festgelegten Schlüsselqualifikationen (siehe 2.1).

    Eine Leistungssicherung bzw. -steigerung wollen wir an unserer Schule besonders durch pädagogisch-methodische Mittel, z. B. durch häufigen Wechsel der Arbeits- und Sozialformen und der Schaffung einer freundlichen Arbeitsatmosphäre sowie durch die Binnendifferenzierung erreichen.

    Nach den Aussagen der ASchO zur Leistungsbewertung geht es dabei um eine für Schülerinnen und Schüler gerechte Beurteilung, die auf der Grundlage der im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und pädagogischer Kriterien, auch unter Berücksichtigung individueller Aspekte (Lernentwicklung, Verhältnis von Leistung und Leistungsfähigkeit, u.a.) getroffen wird.

    Die Qualität von Schule dokumentiert sich nicht ausschließlich durch gute schriftliche Arbeiten der Schüler/innen. Kinder sollen sich in der Schule wohl fühlen und in ihren Lehrer/innen mehr als reine Vermittler von Lehrinhalten sehen.

    3.8 Abschlüsse

    An der Hauptschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden. Nach erfolgreichem Besuch der Klasse 9 erhalten alle Schüler/innen, die die Schule verlassen, den Hauptschulabschluss.

    3.8.1 Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Typ A

    Der erfolgreiche Abschluss der 9. Klasse berechtigt zum Besuch der Klasse 10 Typ A. Die Klasse 10 Typ A führt zum Sekundarabschluss „Hauptschulabschluss nach Klasse 10“.

    Ein Schüler/eine Schülerin kann mit diesem Abschluss nach einer dreijährigen Berufsausbildung und einem Notendurchschnitt von „befriedigend“ in den Hauptfächern auf dem Abschlusszeugnis der Berufsschule die Fachoberschulreife erwerben. Damit bestehen gute Chancen für eine berufliche Weiterbildung.

    3.8.2 Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Typ B

    Hauptschüler/innen, die in der Klasse 9 die entsprechenden Noten erreicht haben, erhalten die Berechtigung zum Besuch der Klasse 10 Typ B. Diese Klasse führt zur Fachoberschulreife, die zum Besuch der zweijährigen Fachoberschule berechtigt.

    Bei besonders guten Leistungen (siehe AVO SI) erhält die Schülerin oder der Schüler der Klasse 10 Typ B am Ende des Schuljahres einen besonderen Qualifikationsvermerk, der zum Besuch der Klasse 11 der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums oder der Gesamtschule berechtigt.

    3.9 Unterrichtsorganisation/Lehrereinsatz

    Damit die Schüler/innen in der Schule eine feste Bezugsperson haben, unterrichtet der/die Klassenlehrer/in möglichst viele Stunden in seiner/ihrer Klasse.

    Die Zahl der unterrichtenden Lehrer/innen in einer Klasse wird so gering wie möglich gehalten. Das gilt insbesondere für die Eingangsklassen. Klassenführung und Fachunterricht folgen dem Grundsatz der pädagogischen Kontinuität. In der Erprobungsstufe unterrichten in der Regel Klassenlehrerteams.

    Der Vertretungsunterricht:
    Wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer erkrankt oder aus dienstlichen Gründen verhindert ist, wird Vertretungsunterricht erteilt. Der Vertretungsunterricht soll sicherstellen, dass der Unterrichtsausfall möglichst gering gehalten wird und eine Klasse im Unterrichtsstoff nicht zu weit zurückfällt. So wird der Vertretungsplan am Vortag möglichst so zeitig bekannt gegeben, dass sich die Vertretungslehrerin oder der Vertretungslehrer über den planmäßigen Unterricht informieren und eine angemessene Unterrichtsstunde vorbereiten kann. Lehrer/innen, die mehrere Tage fehlen, teilen mit, welcher Unterrichtsstoff in den einzelnen Fächern erarbeitet werden soll.
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