Schulprogramm

von-Zumbusch-Hauptschule Herzebrock-Clarholz

2. Erziehung

2.1 Ziele

In den Leitgedanken wird bereits deutlich, dass Unterricht und Erziehung nicht voneinander zu trennen sind. Konsequente Erziehungsarbeit schafft erst die Voraussetzung für erfolgreiches Lernen. Umgekehrt gilt ebenso, dass guter Unterricht Voraussetzung ist für ein Arbeitsklima, in dem Erziehung gelingen kann. Erziehung geschieht in erster Linie im und durch den Unterricht. Darüber hinaus verstehen wir Erziehung als ein Handlungsprinzip, das das gesamte Schulleben prägt und durchzieht.

Herzebrock-Clarholz ist zwar als ländlich strukturierte Gemeinde zu bezeichnen, aber dennoch müssen wir uns zunehmend unterrichtlich und erzieherisch auf Schüler/innen einstellen, die mit Misserfolgen, sprachlichen Defiziten und sozialen Problemen zu uns kommen.

In den Leitgedanken sind folgende Erziehungsziele genannt:

  • Stärken von Verantwortungsbereitschaft
  • Einüben von sozialem Verhalten
  • Entwicklung von Schlüsselqualifikationen

    Zu den Schlüsselqualifikationen rechnen wir:
  • Lern- und Leistungsbereitschaft
  • Kooperationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Kreativität
  • Kritikfähigkeit
  • Selbständigkeit
  • Sachkompetenz

    2.2 Voraussetzungen erfolgreicher Erziehungsarbeit

  • Verständigung aller auf gemeinsame Ziele und sinnvolle Regeln
  • Freundliches Schulklima, gegenseitige Achtung und Akzeptanz aller, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft
  • Vorbildliches Verhalten, verlässliches, konsequentes und möglichst einheitliches Handeln aller Erziehenden
  • Organisationsstrukturen, die dauerhafte vertrauensvolle Lehrer-Schülerbeziehungen fördern, aber auch Chancen für Wechsel und Neubeginn ermöglichen.

    2.3 Die Schlüsselrolle des Klassenlehrers bzw. der Klassenlehrerin

    Erzieherische Verantwortung tragen alle an unserer Schule arbeitenden Erwachsenen, in besonderer Weise jedoch die Klassenlehrer/innen. Bei der Erfüllung des Erziehungsauftrags der Schule nehmen sie eine Schlüsselposition ein. Sie benötigen deshalb in besonderer Weise die Unterstützung der Schulleitung, der Kollegen und Kolleginnen sowie der Eltern. Sie übernehmen folgende Aufgaben:
  • Sie führen ihre Klasse zusammen mit einem Stellvertreter oder einer Stellvertreterin gemäß dem Aufgabenkatalog der Allgemeinen Dienstordnung (ADO).
  • Sie unterrichten möglichst viele Unterrichtsstunden in der eigenen Klasse. Bei der Gestaltung des Stundenplanes haben ihre Wünsche für den Einsatz in der eigenen Klasse Vorrang.
  • Sie fördern die Zusammenarbeit aller in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte.
  • Sie leiten ihre Klasse möglichst über einen Zeitraum von 2-3 Schuljahren. Klassenlehrerwechsel nach Klasse 6 oder 7 sind in der Regel sinnvoll. Nach Klasse 9 werden, bedingt durch die Differenzierung nach 10 A und 10 B, die Klassen neu gebildet.
  • Sie sind für ihre Schüler/innen und deren Eltern in allen Fragen des Schulalltags erste Ansprechpartner.
  • Sie kümmern sich um schulische und die Schullaufbahn betreffende Fragen ihrer Schüler/innen, informieren und beraten gegebenenfalls die Eltern.
  • Sie bauen tragfähige Beziehungen zu ihren Schüler/innen auf, bemühen sich um ein gutes Klassenklima, auch durch besondere Aktivitäten und Vorhaben wie Wandertage, Projekte, Feiern, Teilnahme an Wettbewerben, Klassenfahrten u. a.
  • Sie sorgen für eine freundliche und anregende Lernumgebung in ihrem Klassenraum.
  • Sie berufen bei Bedarf Klassenkonferenzen ein, bereiten diese vor und leiten sie.

    2.4 Schulinterne Regeln der Zusammenarbeit und des Zusammenlebens

    Für alle Schulen in Nordrhein-Westfalen regeln die Allgemeine Schulordnung (ASchO) und die Allgemeine Dienstordnung für Lehrerinnen und Lehrer (ADO) die Rechte und Pflichten von Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen. Zusätzlich wurden durch die Schulmitwirkungsgremien unserer Schule folgende interne Regelungen beschlossen:
  • Schulordnung (Anlage)
  • Hausordnung
  • Das FORD - Programm (siehe 2.5)

    Diese Regelungen fördern einheitliches Erziehungshandeln und bieten den Rahmen für einen geordneten Schulbetrieb. Sie dienen dem Schutz der Persönlichkeits- und Eigentumsrechte aller in der Schule Arbeitenden und helfen Schäden am Schulgebäude, seinen Einrichtungen und Außenanlagen zu vermeiden.

    Verletzungen von Persönlichkeitsrechten, Sachbeschädigungen, Pflichtverletzungen, Unterrichtsstörungen, Verstöße gegen anerkannte Normen, bestehende Gesetze und Regeln werden grundsätzlich nicht geduldet und konsequent geahndet.

    Bei allen Maßnahmen sollen folgende Gesichtspunkte beachtet werden:
  • Der Schüler soll sein Fehlverhalten einsehen können.
  • Schäden sollen wieder gut gemacht werden.
  • Alle Beteiligten sollen die Maßnahme als angemessen und gerecht akzeptieren können.

    Mögliche Maßnahmen sind unter anderem:
  • Gespräch, Ermahnung, Tadel (evtl. unter Zuziehung der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers und Eintragung in ein Protokollbuch)
  • Nacharbeit in der Schule, in freien Randstunden oder zu Hause
  • Bestellung zu besonderen Arbeiten in der Schule am Nachmittag
  • Benachrichtigung der Eltern
  • Einschaltung der Schulleitung und/oder der Schulsozialpädagogin
  • Zusammentreten der Klassenkonferenz bzw. der Lehrerkonferenz und Anwendung der gesetzlichen Ordnungsmaßnahmen
  • Einschaltung außerschulischer Einrichtungen und Instanzen (Beratungs- und Jugendhilfeeinrichtungen, Polizei)

    In dringenden Fällen kann die Schulleitung im Vorgriff auf Ordnungsmaßnahmen eine Schülerin oder einen Schüler sofort vom Unterricht ausschließen.

    Konflikte sind in der Schule unvermeidlich. Sie haben auch bei uns in den letzten Jahren zugenommen. Die Lehrerkonferenz sieht hier ein wichtiges Aufgabengebiet für zukünftige Schulentwicklung.

    2.5 Das FORD - Programm

    Das Programm „Eigenverantwortliches Denken in der Schule“, nach seinem Urheber, dem Amerikaner Edward E. Ford, kurz Ford-Programm genannt, wurde an unserer Schule zur Sicherung der Qualität des Unterrichts eingeführt. Ziel des Programms ist es, den Unterricht von Störungen zu entlasten. Das Programm geht von folgenden Grundsätzen aus:
  • Jeder Lehrer und jede Lehrerin hat das Recht, ungestört zu unterrichten.
  • Jeder Schüler und jede Schülerin hat das Recht, ungestört zu lernen.
  • Jeder muss stets die Rechte des anderen akzeptieren.

    Hieraus wurden folgende Regeln für das von den Schüler/innen zu erwartende Verhalten im Unterricht abgeleitet, die für alle gelten, die in allen Klassen aushängen und auf deren Einhaltung alle Lehrer/innen zu achten haben:
  • Ich höre zu, wenn andere sprechen.
  • Ich warte bis ich aufgerufen werde.
  • Ich achte das Eigentum anderer.
  • Ich spreche höflich.
  • Ich gehe rücksichtsvoll mit anderen um.
  • Ich befolge die Anweisungen des Lehrers/der Lehrerin.
  • Ich passe im Unterricht auf und beteilige mich.

    Die Schüler/innen sollen lernen, dass die Einhaltung dieser Regeln Voraussetzung dafür ist, dass sie ihr eigenes Recht auf Unterricht wahrnehmen können und dass sie für ihr Tun selbst verantwortlich sind. Wer eine dieser Regeln verletzt, wird einmal höflich darauf aufmerksam gemacht und gefragt, wofür er sich entscheiden will, die Regeln einzuhalten oder den Unterricht zu verlassen. Setzt er daraufhin sein störendes Verhalten fort, muss er den Unterricht verlassen. Er muss dann den sogenannten RVD (Raum des verantwortlichen Denkens) aufsuchen, wo er sein Verhalten unter Anleitung einer dafür ausgebildeten Lehrkraft bedenken und einen schriftlichen Plan verfassen muss, mit dem er sein Recht auf Unterricht zurückgewinnen kann. Der Lehrer, bei dem die Unterrichtsstörung stattfand, kann diesen Plan akzeptieren oder verwerfen und eine Nachbesserung fordern. Wird der Plan akzeptiert, kann der Schüler/die Schülerin wieder am Unterricht teilnehmen. Wenn jemand sich wiederholt für den RVD statt für Unterricht entscheidet, werden nach bestimmten Verfahrensregeln die Eltern eingeschaltet oder gar eine Klassenkonferenz einberufen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Ford-Programm haben gezeigt, dass es geeignet ist, die Eigenverantwortung der Jugendlichen für ihre Arbeit in der Schule zu stärken und bei konsequenter Anwendung Unterrichtsstörungen auf ein Mindestmaß zurück zu führen.

    2.6 Weitere Erziehungsprogramme

  • Sozialkompetenztraining (Kl. 6, in Zusammenarbeit mit der Schulsozialpädagogin)
  • Selbstbehauptung von Mädchen (Wahlpflichtunterricht Kl. 7, Beratungslehrerin in Zusammenarbeit mit externer Trainerin)
  • Verkehrserziehung (siehe 3.5)
  • Persönlichkeitsgestaltung und Suchtprävention (ALF-Programm, Klasse 5 bzw. 6 in Zusammenarbeit mit der Schulsozialpädagogin)
  • Sexualberatung und AIDS-Prävention (Kl. 9/10, in Zusammenarbeit mit Pro Familia und Arbeiterwohlfahrt)
  • Termine
    10.04.2017 
    Osterferien
    03.05.2017 
    Elternsprechtag


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